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 Samstag 19. Mai 2012 - 21:27 
 
Giro d'Italia
System der Italien-Rundfahrt
Das Reglement des Giro d'Italia
Gesamtsieg:
Sieger der Italien-Rundfahrt ist der Fahrer, der als für die zu absolvierende Distanz die geringste Fahrtzeit benötigt. Diese Fahrtzeit kann durch Zeitbonifikationen begünstig werden. Ist ein Fahrer auf einer Etappe zu langsam, wird er aus dem Rennen genommen. Die Richtzeit für eine Disqualifikation ist die so genannte Karenzzeit.

Zeitbonifikationen:
Es werden Zeitgutschriften auf jeder Etappe vergeben, bei der die Fahrer im Feld starten. Das heißt, dass bei den Zeitfahren und beim Prolog keine Zeitgutschriften vergeben werden. Der erste des täglichen Zwischensprints zur Hälfte der Etappe erhält 6 Sekunden Bonus, der Zweite 4 und der Dritte Fahrer 2 Sekunden.
Im Etappenziel erhalten wieder die ersten drei Fahrer eine Zeitgutschrift, hier allerdings von 20, 12 und 8 Sekunden. So kann ein Fahrer auf einer Etappe maximal 26 Sekunden Zeitbonifikation erhalten.

Karenzzeit:
Der maximal zu tolerierende Rückstand eines jeden Fahrers auf den Tagessieger im Ziel berechnet sich über ein festgelegtes Prozentintervall auf die Gesamtfahrtzeit des Etappensiegers für vier verschiedene Etappenarten. Dabei entscheidet die Durchschnittsgeschwindigkeit über den genauen Prozentsatz, der von der Siegerzeit die Karenzzeit angibt.
Bei Flachetappen liegt die Karenzzeit je nach Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 7 und 10% von der Fahrtzeit des Etappensiegers, bei mittelschweren Etappen zwischen 8 und 10%. Bei schweren Bergetappen werden unabhängig von der Durchschnittsgeschwindigkeit 15% Karenzzeit eingeräumt, ähnlich wie beim Zeitfahren, wo ebenfalls unabhängig von Geschwindigkeitsmittelwert 25% der Siegerzeit die Karenzzeit darstellt.
Allerdings hat der Veranstalter neben diesen Regeln die Möglichkeit, die Karenzzeit selbstständig zu erhöhen, wenn z.B. die Witterungsbedingungen schwierig sind oder besondere Umstände den Fahrer die Fahrt schwerer machen als geplant.